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11.April

Ausschlafen bis um 10! Danach hole ich auch mal wieder den kleinen grünen Computer raus und denke mir, da ich eh gerade das Kinderspiel drin habe, dass es nicht schlecht ist, wenn ich Wowa damit spielen lasse. Ist immerhin etwas altersgerecht. Der Vormittag fliegt nur so vorbei und als es um 14 Uhr klingelt, denke ich schon, dass es Anton ist und freue mich, doch falsch gedacht, es ist „nur“ Zhenja. Na ja, auch gut. Wowa und ich sitzen gerade vertieft in das Yoshi-Spiel auf meinem Bett, als es an der Tür klopft und sie sich langsam öffnet. Im Türrahmen steht Anton, endlich ist er da der allerliebste Lieblingsbruder! (Nun ja, leicht zu sagen, wenn man nur den einen hat.) Ich würde ihn am liebsten stundenlang knuddeln. Mit seinen längeren Haaren sieht er richtig hübsch aus und hat sich sonst kein bisschen verändert. Er will gleich wissen, was ich denn so mache im Goethe-Institut und was ich in Norwegen so gemacht habe. All die Fragen, die er schon in den E-Mails geschrieben hat zusammen mit der Bemerkung, dass wir uns unbedingt sehen müssen, na ja, hat ja auch lange genug gedauert. Ich bin so froh, dass er endlich da ist. Es gibt Menschen, die man einfach liebt und tief in seinem Herzen immer bei sich hat, egal wie weit sie weg sind und egal, wie lange man sich nicht gesehen hat, sie bleiben einem immer lieb und teuer. Anton ist einer von ihnen. Ich habe ein wirklich schlechtes Gewissen, dass ich so viel Zeit habe vergehen lassen zwischen meinen E-Mails und das nur, weil es mich so viel Mühe gekostet hat sie auf Russisch zu schreiben. Dadurch, dass Rita mit Zhenja aus dem Haus geht, G-Mama auf der Arbeit ist und G-Papa tapeziert, ist es an Anton und mir Wowa zu beschäftigen. Ich weiß ja nicht wie ich mit 6 Jahren war, aber Wowa kann sich kaum allein beschäftigen (und schon gar nicht, wenn der kleine grüne Computer in der Nähe ist, hätte ich ihn damit doch nicht wieder spielen lassen!). Dummerweise stelle ich dann (aufgrund meiner gelöschten Ergebnisse vom letzten Mal) die Regel auf, dass ohne mich nicht gespielt wird. Da Anton und ich in der Küche sitzen und essen, springt Wowa permanent um uns rum und fragt, wann wir denn jetzt wieder in mein Zimmer gehen, damit er spielen kann. Nach rund 2 Stunden tun wir ihm den Gefalle. Zwischendurch hat er mal im Wohnzimmer auf seiner Magnettafel gemalt, aber auch nur weil G-Papa Antons Not gehört hat („Wowa, Silke und ich haben uns jetzt 3 Jahren nicht gesehen, lassen uns doch bitte ein bisschen miteinander reden!&ldquo und den Kleinen sanft aber bestimmt ins Wohnzimmer lockt. Sobald er merkt, dass wir in meinem Zimmer Fotos angucken, kommt er natürlich sofort nach. Na ja, solange er spielt, geht das ja noch, da stört er nicht so (und er glaubt auch, dass er ganz toll spielt, weil er die Punkteanzeige auf Deutsch nicht versteht). Anton arbeitet an seiner Doktorarbeit (wenn ich dem ganzen richtig folgen konnte) und möchte mit einem Freund bald ein eigenes Büro für die Realisierung von Bauprojekten aufmachen, denn wie er so schön sagt „Meistens ist das, was sich Architekten so ausdenken schlichtweg nicht realisierbar und wir müssen es dann so hinbiegen, dass es funktioniert.“ (Gruß an Herrn Elsemann an dieser Stelle.) Er wohnt jetzt mit seiner Freundin am ganz anderen Ende der Stadt und hat einen Chihuahua, er hätte ja lieber nen Labrador gehabt, aber die Freundin wollte das nicht und in ner kleinen Wohnung geht das auch nicht. Beim Abendessen fehlen zwar Rita und der G-Papa, aber da ich ja auch Anton das ein oder andere Geschenk zukommen lassen möchte, bietet sich nur jetzt die Gelegenheit. Anton entscheidet sich dann für den Ampelmännchen-Schwamm als sein Geschenk, die Mama freut sich über das Buch über den Rhein und Wowa ist ganz hingerissen ob der schieren Anzahl an Überraschungseiern. (Ein Glück, dass ich 7 mitgenommen habe, so können auch die jeweiligen Partner von Rita und Anton eins bekommen. Wobei Zhenja heute von G-Mama einfach mal übergegangen wird und nur an Antons Freundin gedacht wird, na ja, wenn Zhenja morgen da ist, verzichte ich halt auf meines.) Das Marzipan von Mama nimmt sich die G-Mama, war doch auch so gedacht, von der Mama für die Mama, oder? Na ja, jedenfalls sind innerhalb kürzester Zeit nur noch drei Stückchen übrig und das auch nur, weil ich nur eines esse. Ich wusste es doch, dass nichts für Anton geblieben wäre, wenn ich sie früher verteilt hätte. So müssen Rita und der G-Papa schauen, wo sie bleiben. Immerhin habe ich auch einen guten Grund die Dinge zu verteilen, denn morgen ist ja bei uns in Deutschland Ostern. Anton ist auch ganz glücklich, als ich ihn umarme und nur sage, dass er der beste Bruder auf der Welt ist. Auf seine Nachfrage bei Wowa, ob er denn auch der beste Onkel sei, bekommt er nämlich nur die Antwort „Nein, das ist Zhenja!“ Da hat er aber mächtig an Gunst eingebüßt. Ich würde ihn am liebsten nicht mehr gehen lassen. Vielleicht gehen wir ja auf das Apocalyptica-Konzert am Montag, Anton würde ja gerne (und 1300 Rubel, also knapp 30 Euro sind jetzt nicht die Welt, da könnte ich ihn ja auch einladen), aber es ist nun mal ein Arbeitstag für uns beide und daher nicht so einfach. Wir werden sehen. Ich bin so glücklich, dass er da ist und dass sich nichts geändert hat zwischen uns. Er ist immer noch so fürsorglich wie früher (er soll schnell etwas einkaufen im Supermarkt im Hinterhof und als ich ihm die Tüte abnehmen will, meint er nur „die ist schwer, Mädchen sollten nichts Schweres tragen.“ nun, zu spät, ich bin diese Art verwöhnt zu werden nicht gewöhnt und schleppe ja schließlich auch unsere Einkaufstaschen in den zweiten Stock, da werde ich eine Tüte mit Kartoffeln und Milch ja wohl bis in die Küche schaffen!) und trägt immer noch Sorge dafür, dass ich auch ja gut esse (da ist er fast noch ein wenig schlimmer als seine Mama (ich hatte mir 3 Kartoffeln genommen, er nimmt mir den Tellern ab und tut noch zwei weitere drauf, mit der Folge, dass diese zwei Kartoffeln später in einem unbeobachteten Moment auf seinem Tellern landen, auch wird ein Käsebrot immer wieder zwischen uns hin und hergeschoben, was die G-Mama belustigt beobachtet). Er ist einfach der Beste. Ich hoffe wirklich, dass wir uns ein wenig häufiger sehen können, aber bei Männern mit Partnerinnen ist das ja immer so ne Sache, wenn sie weibliche Freunde haben. Hab ich ja schon häufiger gemerkt. Aber auch wenn er eine Freundin hat, bleibt er mein Antozha, mein Brüderchen.

 

13.4.09 13:35
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Conrad / Website (16.4.09 02:58)
Ich merke, dass bei dir doch sehr vieles sehr ähnlich läuft wie auch bei mir - zum Teil jetzt, zum Teil als ich in Saratov war. Hast du dein Problem mit der Registrierung erfolgreich gelöst?

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