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7. April

Beim Frühstück verwickelt mich meine G-Mama in ein Gespräch, ob ich denn einen Freund hätte, als ich diese verneine, wechselt sie geschickt auf das Thema Russisch, ich würde ja so schön sprechen und ohne Akzent [ja, klar, den ich hör ich ja sogar selbst!], da könnte ich doch Übersetzerin werden oder wenn mir die Sprache so gefällt gleich nen Russen heiraten. Okay, bevor dieses Gespräch noch seltsamere Auswüchse annimmt, gehe ich lieber mal ins Institut. [Ist kuppeln in Russland eigentlich straffrei? In Deutschland wurde das doch auch erst vor gar nicht so langer Zeit abgeschafft, also, das Gesetz, nicht das Kuppeln.] Heute ist es ausnahmsweise fast schön, der Himmel ist blau, aber trügerisch, denn es ist recht kalt, maximal 5 Grad plus, eher weniger wie mir die gefrorenen Schneereste verraten. Natürlich ist keiner da im Infozentrum, macht nichts, ich kann meinen PC ja inzwischen auch allein anmachen. Maria hat mir gestern noch eine Mail geschickt, dass ich doch bitte noch die Lehrwerke in den Kursplan einfügen möchte, dann wäre er perfekt. Kein Problem, das geht ja schnell, Spalte einfügen, nachgucken, was für ein Buch benutzt wird und welche Lektionen. Copy und Paste ist wieder mein bester Freund, wenn ich eins kann am PC, dann ist es tippen und Tabellen erstellen [auch wenn mir das mein ehemaliger Informatik-Lehrer nach meiner 5 bei ihm sicher nicht glauben würde]. Ich bin momentan über jegliche Art von Arbeit froh, leider ist diese nicht gerade im Überschuss vorhanden, also verbringe ich meine Zeit in erster Linie damit E-mails zu checken, Nachrichten zu lesen auf allen Seiten, die mir einfallen [verdammt, NRK hab ich schon wieder vergessen!] und zu hoffen, dass irgendwer bei Studivz oder Facebook online ist. Skypen mit Conrad kann ich ja vergessen, weil ich Skype erst mal nicht auf meinen vorläufigen PC runterladen will und Conrad sowieso erst aufsteht, wenn ich schon fast wieder aus dem Büro gehe. Aber auf Ivan in Tromsö ist Verlass und erfreulicher Weise ist auch Marion online, die ganz viel Neues zu erzählen hat. Davon abgesehen beschränkt sich meine Produktivität darauf, zunächst zu Versuchen meinen Perso zu kopieren, da das Resultat nicht meinen Ansprüchen genügt, versuche ich es später mit meinem norwegischen Studentenausweis – ist schließlich auch nur ein Foto von mir und mehr brauche ich für den Dienstausweis auch nicht. Da der Kopierer nicht immer ganz so will wie ich, habe ich am Ende 5 vergrößerter Ausdrucke meines Studentenausweises auf DIN A3-Papier – na ja, Schmierpapier kann man immer brauchen. Immerhin hab ich jetzt einen Dienstausweis und der Wachmann am Eingang braucht nicht mehr zu grinsen, wenn ich ihm, schon wieder, meinen Reisepass vorzeige. Außerdem bringe ich wieder ein paar Informationszettel für das Wirtschaftsplanspiel unters Volk. Die Lehrerinnen sind alle sehr freundlich, bis auf eine, die ich spontan auch mit keiner meiner ehemaligen Lehrkräfte vergleichen kann, so unfreundlich hat sie auf meine Frage reagiert, ob ich mal kurz stören darf. Dummerweise finde ich ihren Namen auch auf meiner Hospitationsliste, mal schauen, ob sich da noch was dran drehen lässt. Ich bin danach jedenfalls erst mal so sauer, dass ich eine Mail an Mark schreibe, der meinen sämtlichen Ärger abbekommt, aber danach ist er immerhin weg und ich kann mich wieder darüber freuen, dass diese ältere Dame, die wohl bei der Lektion „Höflichkeit gegenüber Fremden“ in der Benimmschule nicht aufgepasst hat, bisher wirklich der einzige Ausfall war, alle anderen sind sehr lieb. Maria hat mich wohl auch schon beim Chef gelobt, denn als er mir auf dem Flur begegnet, erzählt er, dass Maria sehr zufrieden mit mir ist und meinte sie könne sich blind auf mich verlassen und ich würde alle Aufgaben zu ihrer vollsten Zufriedenheit und sehr zügig erfüllen. Das geht doch runter wie Honig, auch wenn das einerseits erklären könnte, warum ich häufig so lange Pausen habe... Später am Nachmittag darf ich dann, mal wieder, eine E-Mail an einen Verlag schreiben, weil immer noch ein Paket mit Büchern erwartet wird. Auch das ist kein Problem und innerhalb von 5 Minuten erledigt. Da Ilja momentan krank ist, darf ich auch meinen eigentlichen Arbeitsplatz im Empfang beziehen. Ich weiß nicht zum wievielten Mal ich die Treppen vom ersten in den sechsten Stock jetzt schon gelaufen bin und es wird auch sicher nicht das letzte Mal sein, aber bin ich wieder „obenauf“ und darf den Ausblick auf die Isaaks-Kathedrale erneut genießen. Der Empfang ist zwar alles andere als ein ruhiger Arbeitsplatz, aber hier ist es wärmer als unten im Infozentrum. Da ich hier oben, wieder nichts zu tun habe, suche ich mir selbst Arbeit und suche nach Veranstaltungen während der „Deutschen Woche“, toll, der Tanzkurs ist dann, wenn ich mit dem Planspiel beschäftigt bin. Ich bin ja weder wirtschaftlich vorgebildet, noch so wirklich daran interessiert, aber die Frau vom DAAD hat heute noch mal eine E-Mail geschrieben, dass es sehr wünschenswert wäre, wenn auch Deutsche daran teilnehmen würden und auch Bachrom spricht mich noch mal darauf an. Dummerweise ist das auch der Samstag, an dem ich eigentlich auf der Messe arbeiten sollte, hmm, muss ich mir meinen zweiten freien Tag irgendwie erarbeiten oder den Aufenthalt in Moskau kürzen. Aber nach Moskau will ich eh nur in Begleitung fahren und ob Anton da so scharf drauf ist und vor allem die Zeit dazu hat? G-Mama hat mir heute morgen ja noch gesagt, dass ich ihn auf jeden Fall heute anrufen soll, weil ich ja seine Nummer hat, aber er meine nicht [nein, ich hab ihm ja auch noch gar keine SMS geschickt] und was G-Mama sagt, mach ich auch brav [interessanter Weise konnte ich mich an die Stimmen der ganzen Familie erinnern, sobald sie den Mund aufmachten, klang es vertraut, nur bei Anton, da konnte ich mich nicht erinnern, dass seine Stimme vergleichsweise hoch ist und das liegt ganz sicher NICHT am Telefon], türlich ist der Bub auf der Arbeit, aber er will heute Abend vorbeikommen, was natürlich wieder nicht klappt. [Wie könnt’s auch anders sein?] Überrascherweise kocht G-Papa heute. Reis mit Spiegelei und Wurst – so würd ich’s auch machen! Ich sehe schon, kochtechnisch verstehen wir uns, auch wenn er selbst von dem Resultat nicht so 100%ig überzeugt ist und G-Mama natürlich erst recht nicht. [„Hat das wirklich geschmeckt?“ Dass das in etwa auch das Niveau meiner Kochkünste ist, verheimliche mal lieber, sonst bin ich für den russischen Markt unvermittelbar. ] Wir gucken gemeinsam Nachrichten zunächst auf Russisch, dann zwischendurch schaltet G-Papa Deutsche Welle ein, wo sie erst auf Deutsch, dann auf Englisch kommen, als G-Mama heimkommt, gucken wir wieder auf Russisch und ich beweise, dass ich auf Russisch sogar die Abwrackprämie erklären kann [ohne das Wort „abwracken“ auf Russisch zu kennen, wohlgemerkt!] und über die Finanzkrise diskutieren kann [hmm, vielleicht wäre das mit dem Planspiel doch kein so schlechter Gedanke...]. So geht ein recht ereignisloser Tag zu Ende.

 

10.4.09 13:09
 


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