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5. April

Den Vormittag über passiert nicht viel, außer dass ich die Formalitäten meiner Hausarbeit erledige und mir genauere Gedanken über die Textauswahl und die Gliederung mache und natürlich weiter meine Resultate beim Gehirnjogging wiederherstelle. Am späten Nachmittag treffe ich mich jedoch zum ersten Mal mit Nadja, meiner Tandempartnerin, von der ich außer dem Namen, der Telefonnummer und E-Mail-Adresse und dem Arbeitsplatz nichts weiß. Nach einigem Hin und Her haben wir [sie war bis 16.30 noch im Tanzkurs] uns darauf geeinigt uns an dem Hotel zu treffen, wo ich gestern gearbeitet habe, weil das, wie ich fand, ein recht eindeutiger Punkt ist und dort nicht so viele Menschen einfach nur herumstehen wie an einer Metrostation [auch wenn furchtbar viele Menschen daran vorbeilaufen]. Meine knallgrüne Jacke ist auch ein gutes Erkennungszeichen. Wir finden uns auch problemlos und Nadja wirkt sehr nett. Nicht so aufgetakelt wie viele andere Russinnen. Sie ging zunächst davon aus, dass ich selbst im Hotel wohnen würde [da müsste ich aber sehr reich sein um mir mehr als nur eine Nacht leisten zu können], jetzt stellen wir jedoch fest, dass sie an der Metrostation Akademitscheskaja wohnt, also gerade mal eine Station weiter nach Norden von mir aus. Da müssen wir uns nächstes Mal gar nicht im Stadtzentrum treffen, sondern können was bei uns oben machen, auch wenn Nadja meint, dass es bei uns nicht so viele schöne Cafés gibt wie im Zentrum. So eines versuchen wir aufzusuchen, doch das erste, das wir ansteuern, ist voll, also suchen wir weiter und ich watschele immer brav neben Nadja her mit meinen offenen Fersen. Wir unterhalten uns übers Tanzen, da ich wissen will, bei was für nem Tanzkurs sie vorher war – Modern Dance. Ich erzähle ihr, dass ich in Deutschland auch tanze und sie ist fast ein bisschen neidisch darauf, dass ich Thomas habe. [Tja, kann ja nicht jede so nen tollen Tanzpartner haben. ] Sie wollte immer Standardtanzen machen, aber es waren nie genügend Herren da. Das Problem kennen wir in Deutschland ja auch, allerdings wird bei uns dann für die Herren gesorgt. Nachdem wir uns noch eine kleine Vögelchenstatue angesehen haben [ungefähr so wie der Hase bei der Festung, auch mit der gleichen Funktion – triffst du die Figur mit einem Geldstück, dann bringt dir das Glück], gehen wir weiter jenseits der Fontanka um weiter nach einem Café zu suchen. Schließlich kehren wir in einem kleinen Café ein, wo es gute Marmelade geben soll [die sich allerdings nicht als Marmelade herausstellt, sondern mehr als Fruchtkompott]. Im Fernsehen dort läuft russisches MTV und passend zu meinem „Slumdog Millionaire“-Soundtrack-Trip kommt auch das Video zu „Jai Ho“. Ich erzähle Nadja von dem Film und dass mir das Lied so gut gefällt, muss aber leider sehr schnell feststellen, dass es sich bei dem Video um die Version mit den Pussycat Dolls handelt, die nicht halb so toll ist wie das Original. Ich höre das Original so gerne, weil es auf Hindi ist und die Pussycat Dolls können ja keines, also Englisch, was gleich viel langweiliger klingt. [Überhaupt passt auch „O...Saya“ sehr gut zur russischen Metro, die ähnlich wuselig ist wie ein indischer Slum.] Ich esse hier im Café einen leckeren Kuchen und Nadja bestellt sich eine Art große, offene Pirogge mit Ei drin [und natürlich besagte Marmelade], die wir schwesterlich teilen. Wir unterhalten uns gut auf Russisch und beschließen Russisch und Deutsch nicht stundenweise zu wechseln wie es manche Tandems machen, sondern treffenweise, dadurch soll weniger Durcheinander entstehen, weil jede vorher weiß, was für eine Sprache gesprochen wird, heute war es also Russisch. Lief deutlich besser als mein koreanisch-deutsches Tandem, was wohl auch daran liegt, dass Mi Seon sehr gut Deutsch konnte und ich so gut wie gar kein Koreanisch, sodass sie zwar toll mit mir Deutsch sprechen konnte, aber hauptsächlich meine Haussaufgaben kontrolliert hat. Bei Nadja und mir sind die Sprachkenntnisse ausgewogener und sie ist auch sehr sympathisch, bei Russinnen weiß man ja nicht immer so. Das hätte auch schief gehen können, zumal Elena, die mir das Tandem vermittelt hat, Nadja vorher sicherlich nicht kannte. Gemeinsam machen wir uns auf den Heimweg mit der Metro und beschließen uns nächstes Wochenende bei uns im Norden zu treffen, irgendwas wird es da schon geben, wo man sich reinsetzen kann.

 

5.5.09 15:54
 


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