Startseite
  Über...
  Archiv
  Einführung/Allgemeines
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Freunde
    kohpad-xamel
    - mehr Freunde


Links
   Für Yvonne
   Eigene Fotos


Webnews



http://myblog.de/aurora-borealis

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
30. April

Bis zur Abteilungssitzung um halb eins mache ich wenig Sinnvolles. Ich spreche mich nur kurz mit Anna darüber ab, was ihr noch zum nächsten Teestundenthema „Sport und Freizeit“ einfällt. Annas Idee eine Art kleines Wer-kennt-Wen-Quiz zur deutschen Fußballnationalmannschaft zu machen, bringt mich zu der Aufgabe ein geeignetes Bild zu suchen und dann die Namen zu ergänzen, die ich selbst nicht kenne. [Das Bild ist von der EM 2008, daher hält sich meine Unwissenheit in Grenzen.] Die Abteilungssitzung läuft heute nur über anderthalb Stunden, da ich aber Protokoll führen muss [Linda bereitet mich schon darauf vor, dass wir uns ab sofort immer fein abwechseln dürfen, weil das keiner sonst machen will], kommt es mir sehr viel länger vor. Die Kuchen, die Johanna zu ihrem Abschied mitgebracht hat, versüßen mir jedoch die Zeit. Es wird nicht viel besprochen, nur der Ablauf der Deutschen Woche [eigentlich lief alles toll, aber irgendwie dann doch nicht, vor allem was die Filmvorführungen anging] und ein paar kleinere Sachen. Nach der Sitzung hole ich bei Mascha noch das Diktat für Dienstag ab, damit ich schon mal üben kann. Um das ungeliebte Protokoll nicht ewig vor mir herzuschieben, beginne ich gleich damit. Ich lade Lindas Protokoll aus der E-Mail runter und fange an in schönstem Amtsdeutsch zu schreiben. Anton ruft an und sagt Bescheid, dass er dieses Wochenende raus ins Grüne fährt und wir uns daher nicht sehen. Er muss auch schauen, ob er Zeit hat mir bei meinem Umzug zu helfen, na ja, wenn nicht, muss ich halt Benedikt fragen oder es allein hinkriegen. Um mir ein paar Beschäftigungsmöglichkeiten für das Wochenende offen zu halten, tausche ich mit Linda und Anna die Handynummern aus. Linda bekommt zwar Besuch aus Deutschland, aber mit Anna verabrede ich mich für morgen zum entspannten Sightseeing, auch wenn ich eigentlich ja schon fast alle Sights gesehen habe. Wir quatschen ein bisschen über unser Leben als Praktikanten bzw. Volontärin, da wir alle irgendwie mehr oder minder sinnvolle Dinge tun, meistens leider minder. Anna ist auch froh, dass sie nur einen Monat hier ist, weil sie sonst nicht wüsste, was sie die ganze Zeit über machen sollte. Nach diesem kleinen Tratsch kehre ich zu meinem Protokoll zurück, das bis auf einen TOP jetzt fertig ist. Johanna verabschiedet sich lieb von allen, wobei ihr Bachrom noch Visitenkarten für seinen „Peter-hilft“-Nebenerwerb mit nach Deutschland gibt. Bachrom und seine Schergen helfen bei allem, was so anfällt in Russland, Visum, Menschen ausspionieren, die man übers Internet kennen gelernt hat [DAS sollte man sich mal merken], ALLES! Auch Ilja kommt vorbei zum Tschüss sagen, E-Mail-Adressen, normale Adressen und Telefonnummern werden ausgetauscht. Als alle weg sind, fragt mich Ilja irritiert, warum ich denn überhaupt noch da sei, schließlich wäre heute ein kurzer Tag und ich hätte um 17 Uhr schon gehen sollen. Ich klage ihm mein Leid darüber, dass ich den „Tanz in den Mai“ heute Abend nicht nutzen kann, weil keiner Zeit oder Lust hat wegzugehen und das in Russland ja eh nicht bekannt ist. Ilja meint, dass er ja mal mit mir weggehen könnte, er hätte auch früher mal Standard tanzen gemacht [bei 2 Metern Körpergröße sicherlich sehr amüsant], aber heute muss er noch bis 22 Uhr schaffen, weil Filmabend ist, also wird das nix. Macht nix, gehe ich halt mit Anna nach Hause, die auch gerade Schluss macht. Ich speichere zwar das Protokoll ab, aber irgendwie finde ich es nicht wieder. Toll, die ganze Arbeit also umsonst gewesen... Anna hat Johanna gerade verpasst und ärgert sich, dass sie sich nicht noch persönlich von ihr verabschieden kann, aber Johanna ist irgendwie unauffindbar. Weil so schönes Wetter ist, schlendern wir den Nevskij entlang zu unserer direkten Metrostation. Mein erster Eindruck von Anna war ja, dass sie irgendwie ziemlich verpeilt ist, aber eigentlich ist sie eine ganz Liebe und ich freue mich auch schon darauf morgen mit ihr was zu unternehmen. Wir steigen zusammen am Plozhad Muzhestvo aus [zumindest für ein paar Tage werden wir ja fast Nachbarinnen sein] und gehen zum Supermarkt einkaufen. Dort gibt es unter anderem finnische Kaltschale [was mich sofort an Boris erinnert] und Gewürze von Santa Maria [den freudigen Ausruf „Ich fass es nicht, die haben hier Santa-Maria-Gewürze!!“ wird man hier auch noch nicht so häufig gehört haben], aber meine Pizzakräuter sind leider nicht dabei [muss ich sie mir also doch aus Tromsö schicken lassen]. Anna gibt mir auch ein paar Tipps, wo man gut und günstig Obst und Gemüse bekommt. Ich genehmige mir einen Yoghurt und einen Orangensaft [beides Delikatessen, die ich daheim nicht bekomme], was ganz nebenbei meinem Standardersteinkauf entspricht, egal, wo ich mich aufhalte. Ich komme erst gegen halb elf daheim an und werde von einer überraschten G-Mama empfangen [der Service lässt auch langsam nach, ich wurde nicht einmal angerufen und gefragt, wo ich denn so lange bleibe], bekomme aber noch ein Abendessen vorgesetzt. Morgen steht mir ein anstrengender Tag bevor, da ich mich halb zehn schon mit Anna treffen will. Um kurz nach eins in der Nacht bekomme ich von ihr noch eine SMS, sie sei eben erst vom Einkaufen mit ihrer Gastmutter zurückgekommen [24-Stunden-Öffnungszeiten machen’s möglich], ob wir es nicht um eine Stunde nach hinten verschieben können? Eine Stunde länger schlafen? Aber klar!

 

4.5.09 16:17
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung