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21. April

Morgen steht er an, der große TestDaF, also werden heute noch die letzten Vorbereitungen getroffen. Zunächst finde ich in meinem Postfach eine Mail von Mascha als Antwort auf die Teilnehmerlisten, ich wäre ja wie immer blitzschnell gewesen, weitere Erklärungen würde ich heute noch bekommen. Wenn ich mir die Zettel, die mir Mascha gegeben hat, so angucke, kann ich mir denken, worum es geht, denn auf den Zetteln stehen Abkürzungen LV und HV und dann meist Pfeile mit einer neuen Klassenraumnummer und dann SA und MA. Ich vermute, dass die Prüfungsgruppen, die gestern ja nur die Bezeichnungen „3. Etage“, „Klasse 1“, „Klasse 2“, „Klasse 3“ und „Klasse 4“ hatten, die einzelnen Prüfungen nicht in denselben Räumen absolvieren werden, sondern dafür durch das Gebäude wandern müssen und ich diese Einteilung jetzt noch auf den Teilnehmerlisten ergänzen soll. Und siehe da, ich hatte Recht! [War ja nicht soo schwer sich das zu überlegen, das hätte ich ja schon fast ohne Mascha Anweisung tippen können.] Da ich geistig schon auf meine Aufgabe vorbereitet bin, fällt sie mir nicht sonderlich schnell und ist schnell erledigt und Mascha vorgelegt. Linda kommt heute mehrfach fast schon panisch zum Empfang gerannt. Morgen hat sie im Rahmen der deutschen Woche ihre Filmvorführung des Films „Rossija 88“, einem Film über rechtsradikale Gruppen in Moskau und Donnerstag und Freitag noch einen Workshop für Lehrer zu demselben Thema. Jetzt braucht sie jemanden, der einen ihrer Gäste morgen Nachmittag am Flughafen abholt, die beiden Fahrer des Instituts sind um die Zeit allerdings schon ausgebucht, also muss Anna, die neue Praktikantin dafür wohl herhalten. Die hat jedoch keine Ahnung vom Flughafen und wie man dorthin kommt, da sie selbst mit dem Zug aus Weißrussland gekommen ist, wo sie ihre Großeltern besucht hat. Auch von Marschrutkas hat sie keine Ahnung, also wird zusammen mit Nadja ausgetüftelt wie man das mit dem Taxi am einfachsten macht und vor allem, welche der Taxis legal sind und welche nicht und wie man das eigentlich erkennt, wenn man davor steht. Am Ende kommen wir zu dem Schluss, dass Anna mit der Marschrutka hinfährt, dann, wenn sie sieht, dass der Flug gelandet ist, ein Taxi ruft und dann mit dem Gast und dem Taxi zum Hotel fährt. Das sollte klappen. Linda fragt mich auch, ob ich für sie ein paar Anrufe bei den Leuten machen könnte, die sich gerne für den Workshop registrieren lassen wollen, da Nadja ihr immer nur die Namen und die Telefonnummer per Mail zuschickt, aber nicht das Anliegen der Leute. Außerdem hat sie gehört, dass ich so toll Russisch könnte [von Mascha und Frau Mathyl], da würde mir das doch bestimmt leichter fallen, sie tue sich immer schwer mit so Formulierungen wie „Ich schreibe sie dann auf die Teilnehmerliste.“ etc. [Als ob ich das spontan und 100%ig korrekt wüsste...] Linda klagt mir auch ihr Leid, dass sie als für über einem Jahr hier ans Institut kam, halt nun mal nicht so gut Russisch konnte, weil sie eigentlich Amerikanistik studiert hat und nur in Moldawien so 4 Wochen Sprachkurs gemacht hat [was auch immer sie in Moldawien gemacht hat, da hab ich dann nicht weiter nachgefragt]. Jedenfalls wurde sie gleich bei der Einschreibung eingesetzt und hat die Leute halt nicht immer einwandfrei verstanden [gut, ich musste beim Karten verteilen am Sonntag manchmal auch mehrfach nachfragen, weil man Namen halt einfach von nichts ableiten kann und raten nicht hilft] und jetzt hat sie das Gefühl, dass alle immer noch denken, sie könne kein Russisch und wäre dazu auch irgendwie zu doof [toll, dann muss ich aufpassen, dass mich nicht alle so loben...], obwohl sie bei Frau Mathyl Unterricht nimmt und sich wirklich dahinter klemmt. Sie hat auch eine kleine Rede für die Filmvorführung geschrieben, ist sich aber nicht sicher, ob das alles so stimmt, aber nur mit Übersetzer arbeiten oder nur „Sehr geehrte Damen und Herren“ auf Russisch zu sagen [wie es anscheinend Herr Eppeneder und Frau Stieblich immer tun] will sie auch nicht. Ich beruhige sie und verweise auf das Konzert am Samstag. Russen freuen sich schon darüber, wenn man sich offensichtliche Mühe gibt ihre Sprache zu sprechen, über ein paar Fehler hören sie dann meistens freundlicherweise hinweg. Kein Grund zur Panik. Ich habe Linda gerade beruhigt, da kommt Mascha mit vielen großen Kartons. Nachdem die Teilnehmer den Klassenräumen, Testteilgebieten und Uhrzeiten zugeordnet worden sind, müssen jetzt noch die Prüfungsunterlagen zugeordnet werden. Also stehe ich wenig später mit 5 Kartons in Klassenraum Nummer 4 und frage mich, ob ich die Unterlagen den Gruppen oder den Klassenräumen zuordnen soll [was nur am Anfang identisch ist]. Da aber Frau Smirnova in der 3. Etage den mündlichen Teil abnimmt und daher alle Unterlagen dafür bekommen soll, plus einmal Hörverstehen für die Gruppe, die in der 3. Etage beginnt, ordne ich alles den Klassenräumen zu und lege jeweils einen Zettel dazwischen, wenn es sich um Materialien für eine andere Gruppe handelt. Am Ende bekommt jeder Karton noch seinen Zeitplan hinzugelegt und ein Beschriftung. Das ist eine tolle Arbeit für Perfektionisten und  Menschen, die gerne Listen anlegen [zumindest Letzteres trifft eindeutig auf mich zu]. Nachdem ich die Kartons wieder zu Mascha zurückgeschleppt habe, bekomme ich noch den Auftrag, einen Aushang für die Klassenräume oben anzufertigen, auf dem groß die Teilnehmernamen stehen. Bei den Klassenräumen, wo verschiedene Gruppen drin sind, müssen es natürlich für die unterschiedlichen Phasen auch unterschiedliche Zettel sein, klar. Ganz nebenbei erfahre ich dann auch noch von Mascha, dass Klassenraum 4 der Klassenraum sein wird, in dem ich Aufsicht führen soll [ich hatte mich ja dafür bereit erklärt, allerdings stand in der Mail nur was von wegen Lese- und Hörverstehen, auf dem Zeitplan kommt noch zweimal schriftlicher Ausdruck hinzu.. na, was soll’s?] und daher um Viertel vor neun morgen hier sein soll. Hmm, den Phonetikkurs kann ich dann morgen eindeutig nicht besuchen und es wird zusammen mit der Modenschau ein sehr langer Tag werden... Ich verlasse die Arbeit wieder zur gewohnten Zeit und beeile mich heimzukommen. Als ich der G-Mama erzähle, dass ich morgen um 7 raus muss, rät sie mir dann lieber möglichst früh schlafen zu gehen, was Wowa sichtlich ärgert, denn er hätte gerne noch mit mir, besser gesagt dem kleinen grünen Computer gespielt.
29.4.09 16:36
 


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