Startseite
  Über...
  Archiv
  Einführung/Allgemeines
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Freunde
    kohpad-xamel
    - mehr Freunde


Links
   Für Yvonne
   Eigene Fotos


Webnews



http://myblog.de/aurora-borealis

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
3. April

War das Wetter gestern noch schön, so hat es sich heute in gemeinen Schneeregen verwandelt, der meine Schuhe ordentlich durchweicht. Ich komme also wieder um 10 Uhr im Institut an, diesmal will der Wachmann meinen Ausweis schon nicht mehr sehen, empfiehlt mir aber mir einen Dienstausweis zuzulegen. Ich habe nur gerade keine allzu große Lust noch Passfoto von mir machen zu lassen, das geht bestimmt auch anders. Habe ich nicht noch ein eingescanntes von mir auf dem Laptop? Für Montag unbedingt merken. Mit meinem Schlüssel gehe ich zur zweiten Etage mache auf und finde an keinem der Büros den Namen „Nina Vassilievna“, die mir meinen Arbeitsplatz zuweisen soll. [Ich hab inzwischen natürlich auch alle Namen von gestern schon wieder vergessen.] Also versuche ich mein Glück bei Johanna. Die ist auch da und bietet mir an für eine Weile den zweiten PC zu nutzen, der in ihrem Arbeitszimmer steht, da ihre Chefin gerade nicht da ist. Sie weiß auch, dass Nina Vassilievna die ältere Dame von gestern ist, aber momentan noch nicht da ist. Bis um 11 Uhr sitze ich bei ihr im Büro und surfe ein wenig im Internet. Dann beschließe ich einfach in den 7. Stock zu gehen und zu schauen, ob Mascha da ist und ob sie mir helfen kann. Also, einmal hochgelatscht. Mascha ist aber nicht da, nur Elena, die mir aber gerne hilft, wobei ihre Hilfe eigentlich nur darin besteht, dass sie mit mir wieder runter geht, diesmal aber bis ins Informationszentrum im Erdgeschoss und mich einfach anweist, irgendeinen der Computer zu nehmen. Passwort und Zugangsnummer habe ich ja schon. Für den Fall, das was ist, gibt sie mir noch ihre Direktwahl, ansonsten soll ich einfach warten bis Nina Vassilievna kommt. Meine Füße sind klatschnass vom Laufen durch den Schneeregen, also wähle ich den Computer ganz hinten in der Ecke an der Heizung, ziehe meine Schuhe aus und lege meine Socken zum Trocknen auf die Heizung. Dann mache ich mich daran meine Kursteilnehmerbefragung von gestern fertig zu stellen. Ich bin durch meine kyrillische Tastatur mit lateinischer Verteilung doch sehr verwöhnt und brauche schier ewig um die Sätze erst mal zu übersetzen und dann fein säuberlich mit meinen Zeigefinger nach der Suchmethode einzugeben. SO kann man seinen Arbeitstag natürlich auch rumbekommen. Ab und an wende ich meine Socken auf der Heizung damit sie gleichmäßig und schnell trocken werden. Um 12 Uhr kommt dann Nina Vassilievna und ist erst mal irritiert, dass da jemand sitzt. [Na, hat Mascha ihr wohl doch nicht mehr Bescheid gesagt?] Als meine Socken und Schuhe einigermaßen warm sind, gehe ich mal wieder nach oben um einerseits Veronika meinen Pass und die Migrationskarte für die Registrierung zu geben und um Mascha zu suchen und noch ein paar Fragen wegen der Befragung zu klären. Von Mascha bekomme ich dann noch den Auftrag Nina Vassilievna nach einer Buchlieferung zu fragen, die falsche Waren beinhaltete und sie bitte mich doch noch eine E-Mail an der Verlag zu schicken um zu fragen, was wir jetzt mit den falschen Büchern machen sollen und ob wir die fehlenden noch nachgeliefert bekommen. Ich solle jedoch vorsichtig sein, da Linda schon mal eine Mail an denselben Verlag geschrieben hat und eine recht arrogante Antwort bekommen hat. Ja, kein Problem, ich werde mich bemühen äußerst höflich zu sein, immerhin habe ich ja eine gute Erziehung genossen. Wieder runtergewatschelt. Nina Vassilievna braucht ein wenig um rauszufinden, welche Bestellung ich konkret meine, kruschtelt dann aber eine Bestellliste und die falschen Bücher hervor. Uns wurden anstelle eines Glossars „Deutsch-Russisch“ ein Glossar „Deutsch-Portugiesisch“ geliefert, womit keiner hier was anfangen kann. Außerdem haben wir noch eine Trance-CD anstelle einer Übungs-CD bekommen und eine DVD wurde einfach gar nicht geliefert. Als ich mir die Rechnung und die Bestellung anschaue, stelle ich fest, dass eines der Bücher, das Nina mir als „falsch geliefert“ in die Hand gedrückt hat, sehr wohl bestellt worden ist, nur nicht abgehakt wurde. Außerdem ist die Bestellung von Dezember 2008 und die Lieferung von Februar 2009. Na, wie soll ich dem Verlag denn erklären, dass wir so lange gebraucht haben um diesen Fehler zu bemerken? Nina meint, ich solle schreiben, dass umgebaut wurde und jetzt erst Inventur gemacht wurde oder, mir würde bestimmt schon was Schönes einfallen. Zunächst muss ich aber rausfinden, warum der Internet-Explorer mich immer nach einem Passwort für das Intranet fragt, wenn ich eigentlich nur ins Internet will. Aber hier kann Nina mir helfen, ist eigentlich auch recht simpel – Eingabemaske zu und gut ist. Die nett formulierte E-Mail nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und ich denke nicht, dass ich vor Montag eine Antwort erhalten werde bzw. sie nicht vorher lesen werde. Ich schicke meine Umfrage noch an Mascha hoch und vergnüge mich die restliche Zeit [von der nicht sonderlich viel übrig geblieben ist] noch im Internet. Auf dem Heimweg bekomme ich immerhin keine nassen Füße und die vielen Menschen in der Metro halten auch schön warm [vielleicht etwas zu warm]. Nach dem Abendessen will noch ein wenig mit meinem Nintendo DS und dem Gehirnjogging entspannen, als Wowa in mein Zimmer kommt und mit mir spielen will. Als er jedoch den kleinen grünen Computer entdeckt, ist er ganz fasziniert davon und will auch damit spielen, dass das Spiel auf Deutsch ist und eigentlich für Erwachsene ist vollkommen egal. Ich versuche ihm so gut es geht zu erklären um was es dabei geht. Dass man verschiedene kleine Spiele machen kann, rechnen und Klavier spielen zum Beispiel. Rechnen will Wowa gleich mal ausprobieren. Die Auswahl von Plus, Minus, Mal und Geteilt erfolgt bei ihm doch recht willkürlich, aber in einer Zeit von 5 Minuten [inklusive Strafzeit] hat er die Aufgabe dann gelöst. Ich denke mir, dass Klavier spielen vielleicht leichter ist, weil da ja die Buchstaben der Tasten auf den Tasten selbst und unter den Noten stehen und ein bisschen lesen kann Wowa ja. Das klappt zwar auch nicht gerade sonderlich gut [mit Handführung und Vorzeigen dann später ein bisschen besser], aber hier macht es Wowa nichts aus, da der kleine grüne Computer dann Geräusche macht. Also schrubbelt er irgendwann einfach nur noch mit dem kleinen Stift über den Touchscreen, bis ich sage, dass man das so nicht spielt und wir jetzt etwas anderes machen. Aus Buchstaben Wörter bilden, ist natürlich doof, wenn man die dazugehörige Sprache nicht kann und die Schrift auch nur zur Hälfte, aber eigentlich brauch man sie ja nur von dem linken Bildschirm abzuschreiben, aber das gefällt Wowa nicht. Nach rund einer Stunde muss Wowa dann ins Bett und ich bin auch irgendwie froh, dass ich meinen kleinen grünen Computer wieder für mich habe. Wowa kann sich von ihm allerdings nur sehr schwer trennen.
29.4.09 16:33
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung