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27. April

Das wahnsinnige gute Wetter vom Wochenende hält auch am Montag noch an und ich mache mich im ärmellosen Top auf zur Arbeit, allerdings noch mit der grünen Jacke, was eigentlich etwas übertrieben ist. Im Sekretariat begrüßt mich Nadja gleich mit „Du hast es richtig gemacht und sowas angezogen, mir ist furchtbar warm.“ Prompt wird auch der Heizkörper gegen einen Ventilator ausgetauscht. Leider, leider müssen wir ja die schöne Zeit im Büro verbringen. In der Küche gibt es heute noch die Reste von der Café D Abschlussfeier, Kuchen, Muffins und Chips, und ich genehmige mir erst mal einen Kuchen mit unidentifizierbarem Inhalt [irgendwas mit Kaffegeschmack, aber nicht schlecht, überhaupt war alles im Café D sehr lecker, es wird mir fehlen, aber die gleichen Produkte im Kaffeehaus sind um einiges teurer] als zweites Frühstück, fülle meine Wasserflasche auf und werde von einer Lehrerin um Vokabelrat gebeten. Allerdings kann ich bei der Bezeichnung von modischen Kleidungsstücken auch nicht wirklich weiterhelfen, da Mode ja nun wirklich nicht mein Interessensgebiet ist und ich auf Deutsch kaum einen Unterschied zwischen einem Kleid mit oder ohne Ärmel, mit oder ohne Träger oder sonst wie mache, zumindest hat es keinen eigenen Namen. [Außer natürlich, wenn es ein Dirndl ist, aber sonst ist es halt einfach ein Kleid.] An Arbeit fällt heute nur das Kopieren der Prüfungsunterlagen für die Einstufungstest an. Vier Stück haben wir morgen gleich und in den folgenden Tagen auch noch welche, da müssen natürlich genügend Papiere vorhanden sein, damit alle ihre Kreuzchen machen können und auch Tabellen, damit die Lehrer beurteilen können, wer in welchen Kurs kommt. Vermutlich werden die Kurse aber eh nach dem ersten Tag mit Einstufungstests so gut wie voll sein, weil nur 10-15 Leute pro Kurs zugelassen werden und durch die Intensivkurse, die fünfmal in der Woche sind auch insgesamt weniger Kurse angeboten werden. Na, das kann ja ein Spaß werden… Die Prüfungsunterlagen kenne ich inzwischen bestens, die Ordner, in denen sie sich befinden, habe ich ja schon mehrfach überarbeitet und die Antwortbögen für den Jugendtest ja sogar selbst erstellt. Wenn der Kopierer nicht permanent nach Papierfutter schreien würde, wäre der Stapel Kopien innerhalb von einer Minute erledigt, aber es ist verständlich, dass er nach einem Wochenende Pause jetzt erst mal gefüttert werden will. Mit einem Stapel von rund 250 Kopien watschele ich in mein „Büro“ zurück und bemühe mich die Unterlagen in die Klarsichtfolien zu quetschen. Also, auf 50 Blatt Papier sind die definitiv nicht ausgelegt, aber das soll jetzt nicht mein Problem sein. Die Ordner wieder zurückgeschleppt ins Sprachkurssekretariat und das war schon alle Arbeit für heute. Ich vertreibe mir die Zeit damit mich [wie von Anton gewollt] bei „Vkontakte“ anzumelden [die Registrierung erinnert mich irgendwie daran, wie ich mir mal eine lettische Mailadresse erstellt habe, um Ilze schreiben zu können, einfach mal klicken und schauen was passiert, die Fenster sehen ja immer irgendwie ähnlich aus und links ist immer der „OK“-Button, rechts dann „Abbrechen“ oder so], dort ausführlichst Antons Fotoalben anzusehen, meinen Blog ordentlich zu überarbeiten, das Fotoalbum für Yvonne zu erstellen und die Einleitung für meine letzte Hausarbeit zu schreiben [so gut es eben geht ohne die grundlegenden Texte]. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie man dann doch seine Zeit so rumbringt. Mittagspause ist auch immer schneller als gedacht. Allerdings würde ich mir schon wünschen irgendwie produktiver zu sein und etwas Sinnvolles zu tun. Ich melde mich immerhin bei Benedikt noch um die Sache mit der Wohnung abzuklären, das könnte man als sinnvoll bezeichnen. Natürlich ist auch die Hausarbeit sinnvoll, aber nicht relevant für St. Petersburg. Na ja, ich werde mich wohl damit abfinden, das mein Praktikum hier nicht gerade vor Spannung überbrodeln wird. Die wenigen Aufgaben, die ich erhalte, erfülle ich brav und zur vollsten Zufriedenheit von Mascha. Kurz vor Arbeitsschluss lese ich noch die Mail von Zuhause. Reginas Karte aus Mexiko ist angekommen [hoffentlich ohne Schweinegrippe-Viren] und Mama hat sie mir eingescannt. An dieser Stelle auch einen ganz lieben, großen Drücker an meine Mama, die bis Samstag noch im Krankenhaus war. Ich hoffe, es geht dir bald besser. Ich bin in Gedanken immer bei dir, nicht vergessen. Der Rückweg von der Arbeit gestaltet sich warm, sehr warm. Eigentlich müsste man das schöne Wetter ja noch ausnutzen zum Spazieren gehen, aber ich bin nur müde und habe Hunger. Daheim wartet dann der Gastpapa mit Essen auf mich und wenn ich Lust habe noch mehr Torte. Torte, Torte, Torte, überall, ich kriege langsam echt ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Fitnesstrainer in Deutschland. Was auch immer ich als Erfolg zu verbuchen hatte nach 6 Monaten, es wurde durch diesen einen Monat hier in St. Petersburg vermutlich schon längst zunichte gemacht, aber auf die komische russische Muckibude habe ich auch nicht so wirklich Lust und Joggen im Park nebenan bringt mich wahrscheinlich eher um aufgrund der Luftverhältnisse. Ich bin ja eh immer wieder überrascht, dass ich anscheinend ein Superimmunsystem habe, denn um mich herum werden die Leute hier in Russland ständig krank. Mit Nadja konnte ich mich aus diesem Grund auch sonntags nicht treffen, weil sie erkältet war und Kopfschmerzen hatte. Ich lese noch ein wenig in meinem warmen Zimmer [immerhin habe ich herausgefunden, dass man die Heizung sehr wohl abstellen kann!], nehme mein Gehirnjogging wieder auf [ha! eine Woche Pause und ich bin immer noch sehr gut!! Take this Doktor Kawashima!] und dann ist auch schon wieder Zeit zum Schlafen.

 

28.4.09 10:34
 


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